PDS Prenzlau


Start
Aktuell
Gebietsverband
Abgeordnete
Termine
Dokumente
Prenzlauer Drucksachen
Galerie
Übersicht
Kontakt
Impressum

Aktuell Sie sind hier: Aktuell > Erklärung
 

Sie finden unsere neuen Seiten unter www.dielinke-uckermark.de. Diese Seiten unter www.pds-prenzlau.de erhalten wir nur noch als Archiv; sie werden nicht mehr gepflegt.

Meckels Auftritt überflüssig


Zu den Äußerungen des SPD-Abgeordneten Markus Meckel, die in der Prenzlauer Zeitung veröffentlicht wurden, erklärt Axel Krumrey, Mitglied des Gebietsvorstandes der Partei DIE LINKE. Prenzlau:


Zunächst einmal ist es ja höchst erfreulich, dass der Bundestagsabgeordnete Meckel den Weg in die uckermärkische Kreisstadt noch gefunden hat. Schließlich hat seine Anwesenheit in Prenzlau, anders als man es bei seiner Funktion vermuten sollte, Seltenheitswert. Allerdings lässt es sich offensichtlich mit dem Nimbus eines Bürgerrechtlers und dem vermeintlichen Ansehen des letzten Außenministers der DDR auch ohne die ständige Rückkoppelung zu den Menschen ganz gut leben. Die Argumentationsfähigkeit Meckels leidet jedoch anscheinend darunter.

Wie sehr Herr Meckel im Umgang mit den Menschen schon aus der Übung ist, offenbart seine hilflose Reaktion auf die Äußerung eines Passanten, der meinte, dass unter "Honecker alles besser gewesen sei". Anstelle sich mit dem älteren Herren zu unterhalten und ihm die Vorzüge der neu gewonnenen Demokratie aufzuzeigen, lehnte Meckel nach Darstellung der Prenzlauer Zeitung jegliche Diskussion ab. Dabei kann man den Ärger, den der Passant zum Ausdruck bringen wollte, durchaus nachvollziehen. Schließlich ist Meckels Partei, die SPD, für die aktuelle Sozialmisere in der Bundesrepublik verantwortlich. Und auch unser Wahlkreisabgeordneter hatte offensichtlich nicht den Mut gegen die Agenda 2010 des Altkanzlers Schröder, wozu unter anderem die so genannten "Hartz-Gesetze" gehören, zu votieren. Und auch bei den neuerlichen Ungerechtigkeiten, die der Bundestag beschließt, ist Meckel mit seiner Stimme zur Stelle. Nur für ein sozialeres Deutschland hebt Meckel nicht die Hand. Jetzt bekommen wir also die Rente mit 67 und die Unternehmenssteuerreform, was vor allem den Großunternehmen Milliarden bringt. Aber einen gesetzlichen Mindestlohn kriegen wir nicht. Die Menschen in der Uckermark leiden unter den Gesetzen, an denen die SPD und Meckel mitwirken! Heute bekommt die SPD dafür die Quittung. Und wenn Meckel tönt, DIE LINKE, sei "so überflüssig wie ein Kropf", dann zeigt das erneut seine Hilflosigkeit in der Argumentation. Nicht die Spaltung der Linken findet durch die Gründung der neuen Partei statt, sondern ihre Vereinigung. Aber natürlich ist Meckel nicht mit von der Partie, denn das, was er mitträgt und vertritt, ist alles als "links". Herr Meckel, nehmen Sie die Menschen ernst und versuchen Sie nicht von den eigentlichen Problemen abzulenken, indem sie nach "links" beißen!

Axel Krumrey
Mitglied des Gebietsvorstandes der LINKEN. Prenzlau