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Meckels Auftritt überflüssig
Zu den Äußerungen des SPD-Abgeordneten
Markus Meckel, die in der Prenzlauer Zeitung veröffentlicht
wurden, erklärt Axel Krumrey, Mitglied des Gebietsvorstandes der
Partei DIE LINKE. Prenzlau:
Zunächst einmal ist es ja höchst erfreulich, dass der
Bundestagsabgeordnete Meckel den Weg in die uckermärkische
Kreisstadt noch gefunden hat. Schließlich hat seine Anwesenheit
in Prenzlau, anders als man es bei seiner Funktion vermuten sollte,
Seltenheitswert. Allerdings lässt es sich offensichtlich mit dem
Nimbus eines Bürgerrechtlers und dem vermeintlichen Ansehen des
letzten Außenministers der DDR auch ohne die ständige
Rückkoppelung zu den Menschen ganz gut leben. Die
Argumentationsfähigkeit Meckels leidet jedoch anscheinend
darunter.
Wie sehr Herr Meckel im Umgang mit den Menschen schon aus der
Übung ist, offenbart seine hilflose Reaktion auf die
Äußerung eines Passanten, der meinte, dass unter "Honecker
alles besser gewesen sei". Anstelle sich mit dem älteren Herren zu
unterhalten und ihm die Vorzüge der neu gewonnenen Demokratie
aufzuzeigen, lehnte Meckel nach Darstellung der Prenzlauer Zeitung
jegliche Diskussion ab. Dabei kann man den Ärger, den der Passant
zum Ausdruck bringen wollte, durchaus nachvollziehen. Schließlich
ist Meckels Partei, die SPD, für die aktuelle Sozialmisere in der
Bundesrepublik verantwortlich. Und auch unser Wahlkreisabgeordneter
hatte offensichtlich nicht den Mut gegen die Agenda 2010 des
Altkanzlers Schröder, wozu unter anderem die so genannten
"Hartz-Gesetze" gehören, zu votieren. Und auch bei den neuerlichen
Ungerechtigkeiten, die der Bundestag beschließt, ist Meckel mit
seiner Stimme zur Stelle. Nur für ein sozialeres Deutschland hebt
Meckel nicht die Hand. Jetzt bekommen wir also die Rente mit 67 und die
Unternehmenssteuerreform, was vor allem den Großunternehmen
Milliarden bringt. Aber einen gesetzlichen Mindestlohn kriegen wir
nicht. Die Menschen in der Uckermark leiden unter den Gesetzen, an
denen die SPD und Meckel mitwirken! Heute bekommt die SPD dafür
die Quittung. Und wenn Meckel tönt, DIE LINKE, sei "so
überflüssig wie ein Kropf", dann zeigt das erneut seine
Hilflosigkeit in der Argumentation. Nicht die Spaltung der Linken
findet durch die Gründung der neuen Partei statt, sondern ihre
Vereinigung. Aber natürlich ist Meckel nicht mit von der Partie,
denn das, was er mitträgt und vertritt, ist alles als "links".
Herr Meckel, nehmen Sie die Menschen ernst und versuchen Sie nicht von
den eigentlichen Problemen abzulenken, indem sie nach "links"
beißen!
Axel Krumrey
Mitglied des Gebietsvorstandes der LINKEN. Prenzlau |