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LINKSrUM Juli/August 2007
Leser schreiben ...
„Flagge zeigen!“
Bei der Diskussion anlässlich des G8-Gipfels in
(Schein)heiligendamm über die Einhaltung der Grundrechte von
Demonstrations- und Versammlungsfreiheit habe ich ein lautes Eintreten
unserer gemeinsamen Linken für das Grundrecht und im Speziellen
für die Einhaltung von Demonstrations- und Versammlungsfreiheit in
der Öffentlichkeit vermisst. Es reicht bei Weitem nicht aus, dass
nur Frau Wagenknecht in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden
konnte, die zu Recht einen fairen Welthandel und eine weitreichende
Reorganisation der Finanzströme anmahnte. Nein, das war und das
ist zu wenig, was an Reaktion der Linken zu vernehmen ist.
Wir dürfen in dieser Diskussion das Feld nicht den Becksteins,
Schäubles und Körtings überlassen. Es stünde der
Linken gut zu Gesicht, wenn sie offensiv für demokratische
Grundrechte eintritt, dabei keine Berührungsängste mit in
dieser Frage Gleichgesinnten zeigt, wie z. B. dem Attac-Neumitglied
Heiner Geissler. Dieser hat durch seine dauernde Präsenz in den
Medien das geschafft, was ich mir von der Linken erhofft hätte.
Attac wird mit seinen Zielen in der Bevölkerung wahrgenommen und
richtig eingeordnet.
Für die Linke kann es zukünftig nur heißen: Offensiv
Grundrechte in den Medien vertreten und das Feld nicht den
Pseudodemokraten aus CDU und SPD überlassen, die einen
reichhaltigen Erfahrungsschatz, was die Einschränkung von
Grundrechten aus den 80er Jahren betrifft, in die heutige Zeit
herüber gerettet haben und diesen erneut implantieren wollen.
Von Werner Jergla, Damme
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