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Prenzlauer Drucksachen Sie sind hier: LINKSrUM > Ausgabe September 2007
   

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LINKSrUM September 2007


Wie weit darf man gehen?


Karl Jaspers, deutscher Philosoph, hat die Frage nach dem Wohin der Bundesrepublik Deutschland 1966 mit dem Satz: „Nur sie ermöglicht das Maximum an Wahrheit und Wahrhaftigkeit.“ beantwortet. Wahrheit und Wahrhaftigkeit sind ja auch in Prenzlauer politischen Kreisen heiß diskutierte Themen. Da werden Vorhaltungen gemacht, Anzeigen erstattet, aus vollen Lungen Beschuldigungen in die Luft geblasen usw. Und unter den wahrhaftig Wahren ist einer dabei, der besonders viel Wahrheit erwartet. So viel, dass er nicht einmal davor zurückschreckt, der Wahrheit auf die Sprünge zu helfen. Und wenn es nicht anders geht, dann auch mit einer Drohung (andere nennen das Erpressung).

Der Angesprochene heißt Matthias Genschow, ist Fraktionsvorsitzender der CDU in der SVV Prenzlau und durchaus als prinzipientreuer Mensch zu bezeichnen. Sein Prinzip heißt: Ich will Bürgermeister werden und Moser muss weg. Egal wie! Als Aufsichtsratsmitglied der Wohnbau GmbH hat er Verantwortung für das Unternehmen zu tragen. Das unabhängige Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, eines der renommiertesten und größten der Bundesrepublik, bescheinigt dem Wohnungsunternehmen, in dem Genschow Aufsichtsrat ist, für das Jahr 2006 einen positiven Trend. Das genau passt Herrn Genschow nicht und er meinte, dies der KMPG mitteilen zu müssen. Würde sie es nicht anders darstellen, würde er dafür Sorge tragen, dass die KPMG die Prüfung des Unternehmens entzogen bekäme. Dieses Beispiel für Wahrheitsfindung wurde von einem KPMGMitarbeiter dem Aufsichtsrat mitgeteilt.

Jener Karl Jaspers meinte: „Die Voraussetzung für einen freien Staat ist ein Maximum an Öffentlichkeit“. Dem schließe ich mich an. Herr Genschow, der sonst vehement den Bürgermeister kritisiert, die Öffentlichkeit zu täuschen, „outete“ sich in der Aufsichtsratssitzung allerdings nicht von alleine. So viel Öffentlichkeit ist dann wohl doch nicht notwendig. Wenn das nicht ein Fall für den – Prenzlau inzwischen lieben lernenden – Staatsanwalt in Neuruppin ist ...

Eure LINKS-Tröte


Bibelspruch - auch für Atheisten!


Einigen Prenzlauer CDU-Größen ins Stammbuch: „Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch. Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böses Ding.“ (Jakobus 3, 14-16)

Gefunden von Hubert Moser